Live im 25 // Phil Siemers

Seine soulige Stimme lässt jeden eigenen Song und jedes Cover zu einem groovigen Arrangement werden, bei dem man einfach nur mitswingen möchte. Das Zuhören macht also mehr als Spaß!

Besonders lange dauert es nicht, bis man merkt, worum es bei Phil Siemers geht. Vielleicht ein, zwei Minuten von „Wie wär’s“, und man ist drin im Kosmos des 25-jährigen. Der Besen streichelt das Becken, das Klavier setzt ein-, aber nie aufdringlich eine kleine Melodie, die nach einer Weile schöne Sprünge macht. Dazu singt der Hamburger: „Alles wird klar, wenn Du aufhörst zu fragen.“ Der Song ist ein Mutmacher, grundiert im Jazz, aber auch nicht weit weg vom Pop - zumindest in dem Sinne, dass man ihn gerne zum Frühstückskaffee aus dem Radio schallen hören würde.

Vielleicht ist genau das das Geheimnis von Phil. Er arbeitet mit dem klassischen Besteck des Jazz-Trios. Ein Klavier, ein Schlagzeug, das im besten Sinne des Wortes als Taktgeber funktioniert, ein Kontrabass, erweitert von gelegentlichen Bläsern und natürlich seinem Gesang. Aber er ist kein Dogmatiker, sondern einer, der aus seiner Liebe zum Jazz und zum Soul einen ganz eigenen Sound ableitet, den man in der deutschsprachigen Musik so bisher selten gehört hat.

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