åland ist die beste Inspiration!

Design aus Finnland.

Korpi & Gordon ist ein Designduo aus Åland, das sich auf Meterware und Küchenutensilien wie Handtücher, Topflappen, Tassen und Schneidebretter spezialisiert haben. Stephan hat sich mit dem åländisch-britischen Ehepaar in Mariehamn, der Hauptstadt der autonomen finnischen Inselgruppe, getroffen und mehr erfahren über Inspirationsquellen, schicksalhafte Fügungen und den Segen, für Ikea arbeiten zu dürfen.

Maria Korpi und Adam Gordon, wie würdet ihr euren Stil beschreiben?
Maria Korpi: Wir möchten einfach nur, dass unsere Produkte Freude machen. Wenn jemand beispielsweise Blumen mag und eines unserer Küchenhandtücher mit Blumenmuster kauft, holt er sich Blumen direkt in seine Küche. Es trägt zu einem positiven Lebensgefühl bei.
Adam Gordon: Unser Design ist unkompliziert, klassisch, Retro. Wir arbeiten teilweise schon seit 15 Jahren mit denselben Mustern, und sie funktionieren immer noch.

Wo kann man eure Produkte kaufen?
Adam Gordon: Hier in Åland verkaufen wir unsere Ware in den Läden Fyndet, Judy´s und Smakbyn. In der letzten Zeit haben wir sehr viel Vertragsarbeit gemacht. Zum Beispiel haben wir die Nationalbank von Åland mit neuen Vorhängen augestattet und die textile Inneneinrichtung des neuen Kongresszentrums in Mariehamn übernommen. Wenn man in Mariehamn zudem ein wenig mit dem Fahrrad umherfährt, kann man unsere Meterware in den Fenstern der Leute sehen.
Maria Korpi: In den vergangenen Jahren haben wir uns stark auf den japanischen Markt konzentriert. Wir wollen aber künftig Skandinavien wieder mehr in den Fokus nehmen. Zudem arbeiten wir mit Hochdruck an einem Webshop.

Wie habt ihr euch kennengelernt?
Maria Korpi: Das war 1998, als wir beide in London arbeiteten. Es war Liebe auf den ersten Blick, kann man sagen. Schon zwei Jahre später haben wir unsere Firma gegründet …

Und seid zurück nach Åland gezogen …
Adam Gordon: Richtig. Der große Vorteil hier zu leben, ist der weitgehend stressfreie Alltag. Die Wege sind kurz, man spart dadurch unheimlich viel Zeit. Unsere beiden Kinder sind in London geboren, und es wirklich stressig, dort zu leben.

Maria Korpi: Für uns ist Åland zudem ein perfekter Arbeitsort, weil die Inselgruppe genau zwischen zwei Ländern liegt, in denen Design einen großen Stellenwert hat – Schweden und Finnland. Außerdem liebe ich die åländische Flora und Fauna. Sie hat einen enormen Einfluss auf meine Zeichnungen, aus denen später die Designmuster unserer Produkte entstehen. Åland ist die beste Inspiration, die ich mir vorstellen kann.

Was war euer größter Erfolg bisher?
Maria Korpi: Unser größter Erfolg war sicher unsere Zusammenarbeit mit Ikea. 2007 gab es in den Ikea-Läden sechs verschiedene Stoffe mit Blumenmustern zu kaufen, die wir entworfen hatten.

Wie ist diese Zusammenarbeit entstanden?
Adam Gordon: Ikea ist 2005 auf einer Möbelmesse in Stockholm auf uns aufmerksam geworden. Sie fragten uns, ob wir mit ihnen zusammenarbeiten möchten.

Wo soll eure Firma heute in fünf Jahren stehen?

Maria Korpi: Ein wichtiges Projekt ist derzeit der Webshop. Zudem müssen wir über Wege nachdenken, unsere Produktion effizienter zu gestalten. Wir kommen derzeit bei der immer größer werdenden Nachfrage kaum noch hinterher. Die Firma soll sich weiter positiv entwickeln und wachsen – so wie in den vergangenen 15 Jahren.

Mehr über Korpi & Gordon >

Weitere Artikel

Mehr Infos

Hotelier mit Herz, 25 Stunden am Tag

Er lebt und liebt Hotels – und das eigentlich schon so lange er denken kann. Gleich nach seinem Abi fährt Christoph Hoffmann mit seinem besten Freund in einem Ford Fiesta durch Südfrankreich. In Èze sitzen sie in einer kleinen Pizzeria, schauen über die Dächer aufs Meer und schmieden Pläne. „Hier ein Hotel betreiben, das wär’s“ denken sie. Solche Träume haben viele in dem Alter. Allerdings werden die meisten dann nach so einem Trip Taxifahrer – und erzählen dann von verpassten Chancen und Träumen. Doch das kommt für Christoph nicht in Frage, er will mehr. Er packt lieber an, als zu nörgeln.

Mehr Infos

Bon Voyage

Wäre es nicht toll, von einer Reise nicht nur etwas Schönes mitzubringen — sondern auch etwas Schönes zu hinterlassen? Vom Beach Clean-up über Tiere retten bis zum Mitmachen bei archäologischen Ausgrabungen: Im Urlaub Gutes zu tun ist nicht umsonst ein Reisetrend – bei dem man gleich noch Kultur und Menschen intensiver kennenlernt.

Mehr Infos

Wann, wenn nicht jetzt?

Seit 19 Jahren betreiben die Berliner Elektropunks von Egotronic musikalischen Hedonismus, der zunehmend auch als politischer Aufschrei verstanden werden kann. Ihr neues Album “Ihr seid doch auch nicht besser” ist ein Höhepunkt dieser Entwicklung. Über die wegbrechende politische Mitte und die Notwendigkeit, neue Bündnisse einzugehen.

Mehr Infos

Hamburg’s Got Groove

Die kultige Hamburger Elbphilharmonie ist für ihre irre Akustik ebenso bekannt wie für ihr Programm, das traditionelle klassische Musik mit der Musik von Rockbands, Festivals und Jazz - wie z. B. die skandinavische Pianoband Rymden - miteinander verwebt. Anlässlich des Konzertes dieser Band trafen wir das Jazztrio in der „Elphi“, wo wir tief in die Geschichte der Konzerthalle eintauchten und - neben anderen Fragen - überlegten, ob Jazz die klassische Musik des 21. Jahrhunderts ist.

Mehr Infos

Der Schweizer Tausendsassa

Dieter Meier ist jemand, den man ohne Übertreibung als musikalische Legende bezeichnen kann. Mit der Band Yello wurde der Schweizer gemeinsam mit seinem Kollegen Boris Blank in den 80ern weltbekannt. Der Sound ihrer Hits wie „Oh Yeah“ und „The Race“? Neu und experimentell, elektronisch, ein wenig gaga und dank Dieters tiefer Stimme unter die Haut gehend. Bis heute treten Yello auf. Die Musik ist dabei längst nicht Dieters einziger Ausdruck: Der Nobelmann und vermutlich best angezogene Rebell Zürichs, der sich seine Zeit eine Weile sogar als Berufspokerspieler verdingte, begann ab den späten 60ern, als Performance- und Konzeptkünstler zu arbeiten. 1972 nahm er an der Documenta 5 in Kassel teil. Auch als kreativer Unternehmer und Investor hat Dieter seine Finger überall mit im Spiel. Seine große Leidenschaft ist aber die Welt der Kulinarik und Natur und insofern seine Farm in Argentinien, wo er unter anderem Wein anbaut, Rinder züchtet und viel Zeit verbringt. Produkte aus seiner zweiten Heimat tischt er in seinen Restaurants auf — natürlich ist der Tausendsassa auch Gastronom. Gerade hat er außerdem eine Schokoladenmanufaktur hochgezogen. Irgendwo zwischen seinen vielen Projekten hat sich Dieter einen Moment Zeit genommen, COMPANION’s Questionnaire zu beantworten.

Mehr Infos

Schaffung eines Kultlabels

Alles begann mit einem bescheidenen Musiklabel und ein paar Jeans. Seit seinen Anfängen im Jahr 2002, hat sich der „Purveyor of cool” zu einer kultigen Modemarke und einem Kult-Music-Label mit Coffee-Shops in Paris und Tokio gemausert. Wie war eine solche Entwicklung möglich? Mitbegründer Gildas Loaëc ließ COMPANION wissen, wie er eklektische und klassische Elemente ausfindig macht, um in diesen schnelllebigen Branchen die nötige Frische zu bewahren.


back to
top
now we are talking.

Besondere Einblicke in die Welt von 25hours und lokale News – hier anmelden!