Einmal um die Welt - Teil II

Ein Interview mit Nils Jansen und Michael End

Wonach Frankfurt schmeckt? Nils Jansen weiß es. Seit 2013 ist Nils ein fester Bestandteil der 25hours Hotels und leitete 4 Jahre lang sehr erfolgreich die zwei Frankfurter Häuser, bevor es 2017 als GM für ihn nach Köln ging. Sicher ist: Nils kennt Frankfurt wie seine Westentasche. Als selbst ernannter Generalist stieß Michael End zur 25hours Hotelgruppe und war ebenfalls in Frankfurt, bevor er ins 2010 eröffneten Headquarter in Hamburg kam. Hier hält er das Ruder in der Hand und die Balance – zum Beispiel zwischen Standardisierung und Individualisierung der Hotels. Zeit für Genuss und Muße findet der Chief Operating Officer aber trotzdem. Welche Orte, Restaurants und Köstlichkeiten in Frankfurt, Hamburg und darüber hinaus die beiden empfehlen können, haben sie COMPANION verraten.

NILS JANSEN

COMPANION: In welche Stadt würden Sie gern eine kulinarische Entdeckungsreise unternehmen?
Nils Jansen: Die Lissaboner Altstadt: Dort spielt sich das Leben auf der Straße ab und die kleinen Läden bieten eine tolle traditionelle Küche an. Ein Abend mit gutem Wein, Essen und Gesang!

Welches Restaurant hat Sie zuletzt besonders beeindruckt?
Das Laube Liebe Hoffnung in Frankfurt – das Design ist heimelig, sehr einladend und ein toller Kontrast zum Europaviertel. Die Küche ist von dem, was heimische Gärten, Felder und Wiesen bieten, inspiriert.

Was bestellen Sie gern beim Roomservice?
Gar nichts! Ich bin lieber unter Menschen und genieße das Essen und Trinken in geselliger Runde.

Auf welcher Terrasse genießen Sie bei einem Wein die Frühjahrs­ und Sommerzeit?
Im Biergarten der Lohrberg­Schänke. Ein atemberaubender Blick über Frankfurt versöhnt einen mit dem hektischen Treiben in der Stadt.

Welcher Persönlichkeit würden Sie in der Hotel­Lobby gern mal über den Weg laufen?
Fats Domino – ich würde mit ihm gern eine Jamsession starten und ordentlich das Bahnhofsviertel auf den Kopf stellen.

In welcher Situation haben Sie sich zuletzt wie ein Tourist benommen?
In Hamburg. Dort habe ich zuletzt das Miniaturwunderland besucht.

Wohin wollten Sie schon immer mal reisen, haben es aber bisher noch nicht geschafft?
Island – das Land übt mit seiner rauen Natur eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Doch ich habe immer noch nicht die Zeit dafür gefunden.

 

MICHAEL END

In welche Stadt würden Sie gern eine kulinarische Entdeckungsreise unternehmen?
Bologna. Die Stadt stelle ich mir wie ein kulinarisches Schlaraffenland vor.

Wonach schmeckt Hamburg?
An guten Tagen nach einem Glas Rosé in der Nachmittagssonne an der Elbe. An schlechten nach Wind und Regen, der mir ins Gesicht peitscht.

Welches Gericht von der Karte eines Restaurants der 25hours Hotels sollte man unbedingt mal probiert haben und warum?
Die Freestyle Plate vom Chez Ima im 25hours Hotel by Levi’s in Frankfurt. Im Zeitraffer durch die orientalische Küche, serviert von den entspannten Jungs und Mädels der Ima­Clique.

Was war das Ungewöhnlichste, das Sie jemals gegessen haben? 
Das Animal Restaurant in Los Angeles war speziell. Dort werden nur ganze Tiere verarbeitet – vom Schweinekopf über Kalbszunge bis zum Markknochen.

Wo verbringen Sie in Hamburg im Sommer am liebsten Ihre Zeit? 
Draußen! Der Jenischpark in Othmarschen ist für mich einer der schönsten Orte Hamburgs. Zu jeder Jahreszeit. Ein bisschen wild, ein bisschen ordentlich. Und es gibt einen geheimen Platz, von dem aus ich wunderbar die großen Pötte beobachten kann.

In welcher Situation haben Sie sich zuletzt wie ein Tourist benommen?
Jeden Sommer in der eigenen Stadt – Hamburg! Mit dem Fahrrad an die Alster, Kanu fahren, Eis essen. Und dann aber auch schnell wieder zurück ins heimische Ottensen. Besser geht’s nicht.

Wann haben Sie – in unserer globalisierten Welt – das letzte Mal etwas wirklich Neues kennengelernt?
Beim Paragliding in Südtirol. Mich jemand anderem anzuvertrauen und dann die Welt in aller Ruhe von oben anzuschauen, war sehr besonders.

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