Find your own Woodstock

Ob ein musikalischer Wochenendtrip mit der Familie, klangvolle Abende auf dem Weingut oder die Jazz-Stars von Übermorgen live erleben — COMPANION stellt die schönsten Festivals rund um unsere Städte vor.

Montreux 
Weltweit tonangebend 
Als Jazz-Fan das Montreux Jazz Festival ausfallen lassen? Dürfte schwer werden. Schließlich ist es das weltweit zweitgrößte Event seiner Art. Entsprechend treffen sich hier Größen und Newcomer der Szene und der Pop-Welt. Heimlicher Star ist allerdings der Genfer See, neben dem das Festival stattfindet. Er sorgt für angenehme Atmosphäre und macht exklusive Konzerte möglich – auch auf dem Wasser. Aber Achtung: Tickets für einzelne Konzerte sollten schnell gesichert werden, denn die ersten Termine sind bereits ausverkauft.

Montreux Jazz Festival, 28. Juni – 13. Juli

Frauenfeld 
Feinster Rap 
Von Europas größtem Hip-Hop-Festival darf man ja wohl Einiges erwarten. Im vergangenen Jahr stand Großmeister Eminem auf der Bühne, dieses Mal sind Cardi B und Travis Scott als Headliner dabei. Aber auch sonst trifft sich auf dem Openair Frauenfeld alles, was Rang und Namen hat und jeder, der auf Rap in all seinen Spielarten stehen. Obwohl es jedes Jahr bis zu 150.000 Besuchende gibt, bleibt das Gefühl aus, auf einem Massenevent zu sein: Die Stimmung ist durchweg entspannt und die Macher sorgen durch gekonnte Organisation für glückliche Fans. 

Frauenfeld Open Air, 11. - 13. Juli

Rees 
Der Klassiker 
Seit über 30 Jahren ist das Haldern Pop Festival die beste Anlaufstelle für jene, denen es vor allem um gute, handgemachte Musik geht. Die Macher des Events sorgen dank handverlesenem Line-Up aus vornehmlich Gitarrenpop und Indie-Folk für Gänsehaut-Momente. Und die ländliche Umgebung tut ihr Übriges. Wer also zwischendurch in den fußläufig erreichbaren See springen, beim Gestüt um die Ecke geräucherten Lachs essen oder mit den Dorfbewohnern auf dem Marktplatz nett ein Bierchen trinken möchte, ist hier genau richtig.

Haldern Pop Festival, 8. - 10. August


 

Luhmühlen 
Alles andere als Passiv 
Beim Elbenwald Festival geht es um ein Wochenende der etwas anderen Art. Klar, Musik ist wichtig. Aber eigentlich soll doch eine ganzheitliche Erfahrung geboten werden – und zwar für die komplette Familie. Beim Elbenwald sind Besuchende eingeladen, selbst aktiv zu werden: Wer eine Lesung oder einen Workshop anbieten möchte, ist hier bestens aufgehoben. Und spätestens beim Quidditch-Match sind sowieso alle gefragt. Aber keine Bange: Einfach nur verträumt dastehen und Bands wie Schandmaul lauschen, geht natürlich auch.

Elbenwald Festival, Luhmühlen, 8. - 10. August


 

Eltville 
Musik mit Weinbegleitung 
Als erstklassiger Musiker mit Weingut im Familienbesitz, hat man wohl keine andere Wahl und muss das geschmackssicherste Festival der Weinregion auf die Beine stellen. Seit 2014 organisiert Singer-Songwriter Gisbert zu Knyphausen das Heimspiel Knyphausen und lädt dazu Künstler ein, die er schlichtweg selbst gerne mal live sehen möchte. Damit die Rheinhessen-Experience vollständig ist, werden Schifffahrten auf dem Rhein organisiert und jedes Jahr gibt es den “Knippie” – einen limitierten Festival-Wein aus eigener Produktion. 

Heimspiel Knyphausen, Eltville, 26. - 28. Juli

Paris 
Mit Blick für die Zukunft 
Beim We Love Green Festival ist der Name Programm: Für eine saubere Zukunft wird kontinuierlich an einem umweltfreundlichen Festival gearbeitet. Aber nicht nur in diesem Sinne wird an die Generationen von morgen gedacht. Auch bei der Auswahl der Gigs beweist das Booking stets Gespür für Newcomer. Praktischerweise findet das Event direkt vor den Toren von Paris statt. Wer also von Anfang an den grünen Spirit spüren möchte, kann lässig mit dem Rad anreisen – die Öffentlichen Verkehrsmittel tun’s allerdings auch.

We Love Green Festival, Paris, 1. - 2. Juni; welovegreen.fr 

Caen 
Erhabenes Vergnügen 
Wer sich musikalisch ungern zwischen Rock, Pop und Electro festlegt, dürfte sich hier wohlfühlen: Das Beauregard Festival lockt seit zehn Jahren eine bunte Mischung aus großartigen Musik-Acts in die Normandie. Dieses Jahr legen etwa die Numetal-Altmeister Limp Bizkit neben der wundervollen Catpower ein Set hin. Absolutes Highlight: Das Ganze findet am Schloss Beauregard statt. Die etwa 70.000 Besuchenden dürfen sich also über  eine erhabene Atmosphäre freuen. Nebenbei gibt es natürlich auch das Beste der Region: Spritzigen Cidre und tolle Landschaften.

Beauregard Festival, Caen, Normandie, 4. - 7. Juli


 

Wien 
Freiluft und freier Eintritt
Wien gilt als Stadt mit der höchsten Lebensqualität. Ob das auch mit dem Donauinselfest zu tun hat? Das Event auf dem kleinen Eiland sorgt jedes Jahr für beste musikalische Unterhaltung – und das ganz ohne den Geldbeutel zu strapazieren. Auf den Bühnen teilen sich nationale und internationale Stars die Bretter. Die bis zu drei Millionen Besuchenden an drei Tagen machen aus der Veranstaltung ein Event der Superlative. So herrscht an diesem Juni-Wochenende stets Ausnahmezustand in Wien.

Donauinselfest, Wien, 21.-23. Juni

Lustenau 
Von der Jugend für die Jugend
Im Österreichischen Lustenau weiß man, wie das mit der musischen Früherziehung funktioniert: Jedes Jahr stellt der örtliche Kultur- und Jugendverein zusammen mit vielen Ehrenamtlichen das dreitägige Szene Openair Festival auf die Beine. Und das klappt ziemlich gut: Tolle Bands, ein eigener Festivalkindergarten, in jeder Ausgabe gute Stimmung seit rund 30 Jahren. Neben Lewis Capaldi und Capital Bra ist der diesjährige Special-Guest übrigens Otto Waalkes. Über fehlende Vielfalt kann sich also auch keiner beschweren.

Szene Openair, 01.-03. August 

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Hamburg’s Got Groove

Die kultige Hamburger Elbphilharmonie ist für ihre irre Akustik ebenso bekannt wie für ihr Programm, das traditionelle klassische Musik mit der Musik von Rockbands, Festivals und Jazz - wie z. B. die skandinavische Pianoband Rymden - miteinander verwebt. Anlässlich des Konzertes dieser Band trafen wir das Jazztrio in der „Elphi“, wo wir tief in die Geschichte der Konzerthalle eintauchten und - neben anderen Fragen - überlegten, ob Jazz die klassische Musik des 21. Jahrhunderts ist.

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Der Schweizer Tausendsassa

Dieter Meier ist jemand, den man ohne Übertreibung als musikalische Legende bezeichnen kann. Mit der Band Yello wurde der Schweizer gemeinsam mit seinem Kollegen Boris Blank in den 80ern weltbekannt. Der Sound ihrer Hits wie „Oh Yeah“ und „The Race“? Neu und experimentell, elektronisch, ein wenig gaga und dank Dieters tiefer Stimme unter die Haut gehend. Bis heute treten Yello auf. Die Musik ist dabei längst nicht Dieters einziger Ausdruck: Der Nobelmann und vermutlich best angezogene Rebell Zürichs, der sich seine Zeit eine Weile sogar als Berufspokerspieler verdingte, begann ab den späten 60ern, als Performance- und Konzeptkünstler zu arbeiten. 1972 nahm er an der Documenta 5 in Kassel teil. Auch als kreativer Unternehmer und Investor hat Dieter seine Finger überall mit im Spiel. Seine große Leidenschaft ist aber die Welt der Kulinarik und Natur und insofern seine Farm in Argentinien, wo er unter anderem Wein anbaut, Rinder züchtet und viel Zeit verbringt. Produkte aus seiner zweiten Heimat tischt er in seinen Restaurants auf — natürlich ist der Tausendsassa auch Gastronom. Gerade hat er außerdem eine Schokoladenmanufaktur hochgezogen. Irgendwo zwischen seinen vielen Projekten hat sich Dieter einen Moment Zeit genommen, COMPANION’s Questionnaire zu beantworten.

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Schaffung eines Kultlabels

Alles begann mit einem bescheidenen Musiklabel und ein paar Jeans. Seit seinen Anfängen im Jahr 2002, hat sich der „Purveyor of cool” zu einer kultigen Modemarke und einem Kult-Music-Label mit Coffee-Shops in Paris und Tokio gemausert. Wie war eine solche Entwicklung möglich? Mitbegründer Gildas Loaëc ließ COMPANION wissen, wie er eklektische und klassische Elemente ausfindig macht, um in diesen schnelllebigen Branchen die nötige Frische zu bewahren.

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Generating a Genre

Natascha Augustin, Senior Creative Director bei Warner Chappell, ist jene Branchenführerin mit kühlem Kopf, die Deutschlands heißeste Hip-Hop- und Rap-Acts an die Spitze der internationalen Aufmerksamkeit katapultiert – auch wenn ihre Demut sie davon abhält, überhaupt Anerkennung dafür einzufordern. Als eine Pionierin des Deutschrap seit seiner Geburtsstunde hat sie durch ihr Talent, den ständig wechselhaften Geschmack in der Popmusik zu navigieren, nicht nur Warner Chappell sondern der gesamten Industrie zu einem festen Stand verholfen. Natascha hat sich einen Moment Zeit von ihrem Nonstop-Kalender genommen, um COMPANION zu erzählen, wie sie neue Talente entdeckt, was ihr an der neuen Welle deutscher Rapperinnen gefällt und wie ihr Ausblick auf die Zukunft des Genres ist

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Balladen eines Bad Boys

Es ist schwer zu glauben, dass Julian Polin – besser bekannt als Faber – erst 26 Jahre alt ist. So knirschend wie die Stimme und die Lyrics des schweizerischen Singer-Songwriters sind, müsste man eigentlich annehmen, dass er mindestens zwei Dekaden mehr hinter sich hat. Sein Debütalbum „Sei ein Faber im Wind“ aus 207, gesungen auf Deutsch, lässt wirklich kein Thema aus. Die Tracks paaren schlüpfrige Wortspiele mit treibenden Melodien, erinnern an das heisere Knurren eines Jacques Brel oder das Murmeln der Volksmusik vom Balkan – ein neues Genre melancholischer Dance Music, das die weltmüden Herzen seiner Generation fest im Griff hat. Vor der Veröffentlichung seines zweiten Albums gegen Ende des Jahres hat sich Faber aus dem Studio herausbemüht, um mit COMPANION über die verschwommenen Grenzen zwischen Fakt und Fiktion, die Langeweile in der Stadt Zürich und warum er sich nicht mit Kanye verstehen würde zu sprechen.

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The International Heartbeat of Frankfurt

Dasitu Kajela-Röttger und ihr Mann Michael Röttger sind privat als auch beruflich ein echtes Dre-amteam. Kennen- und lieben gelernt haben sie sich 1985 auf einem afrikanischen Festival in ihrer Wahlheimat Frankfurt am Main. Dasitu organisierte damals einen Abend der äthiopischen Oromo-Kultur. Michael war gerade von einer langen Afrikareise zurückgekehrt und begeistert von der Mu-sik — und überzeugte Dasitu, auch beruflich seine Komplizin zu werden. Letzteres dauerte etwas länger: „So richtig für die westafrikanische Musikkultur begeistern konnte ich sie erst im Laufe der Zeit“, sagt Michael und lacht.


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