Hamburg, wo Erotik auf Fischbrötchen trifft

Ein Reiseblogger erklärt die Stadt.

„Hamburg ist die schönste Stadt Deutschlands, vielleicht sogar der Welt. Jede Ecke hat ihre besondere Seite. Hamburg ist wie ein Märchen.“ Das sagte Sylvie Meis und zeigte so Ihre Zuneigung zur Stadt im hohen Norden Deutschlands. In Hamburg gibt es tatsächlich an jeder Ecke etwas besonderes zu entdecken und ist während des ganzen Jahres einen Besuch wert.

Wer Hamburg für sich entdecken möchte, der kann dies auf unzählige Arten tun. Eine der spektakulärsten ist definitiv die HotRod City Tour, bei welcher man in motorisierten Seifenkisten auf Entdeckungstour geht. Die kleinen Hot Rod’s fallen auf, geben einen tollen Sound von sich und am liebsten würde man die 2 Stunden dauernde Stadtführung gleich auf einen kompletten Tag ausweiten. Für EUR 78,00 kein günstiges Vergnügen, doch auf jeden Fall eines das sich lohnt. Wer mitfahren will, braucht einen Führerschein der Klasse 3.

Wer es lieber gemütlich angehen lässt, der entscheidet sich für eine Hafenrundfahrt mit anschliessendem Spaziergang an der Alster und schliesst die Tour in der Hafencity in einem der zahlreichen Lokale ab. Im Winter ein besonderes Highlight - die Hafensauna im 25hours Hafencity - hier bietet sich ein einzigartiger Ausblick.

Wer die Stadt mit einem richtigen Original erleben will, schliesst sich der „Olivias Safari“ Tour an. Olivia Jones zeigt Ihre liebsten Ecken auf der Reeperbahn. Die grosse Freiheit steht genau so auf dem Plan wie der „Ritze“-Boxclub. Natürlich findet diese Tour Spätabends und in der Nacht statt. Tagsüber schlafen gewisse Szenen in Hamburg ;)

Wer es lieber kleiner angehen lässt, der wird sich im Miniatur Wunderland Zuhause fühlen. Das Museum welches sich direkt um die Ecke vom 25hours Hafencity befindet, beschäftigt sich zwar mit kleinen Dingen, die aber in der präsentierten Menge die grösste Modelleisenbahn der Welt ergeben. Hier kann man nicht nur dem Airbus A380 beim starten und landen zusehen, sondern erlebt viele kleine Geschichten, welche sich die rund 300 Mitarbeiter ausgedacht und umgesetzt haben. In Zahlen bedeutet dies: 13’000 Meter Gleise, 1300 Quadratmeter Modellfläche, rund 1000 Züge, 335’000 Lichter und 8’850 Autos - ein gigantisches Projekt.

Natürlich ist Hamburg auch eine Fussballstadt. Der FC St. Pauli zieht regelmässig 29000 Fans ins Stadion. Einer davon ist der Pro Sieben Moderator Elton, welcher hier eine Lebenszeit Saisonkarte besitzt. Der 1852 gegründete Verein besitzt heute eine eingeschworene Fangemeinde - welche mit Ihren Fangesängen regelmässig ausserhalb des Stadions zu hören sind. Da die Karten sehr begehrt sind, empfehle ich eine frühzeitige Reservation."

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Hamburg’s Got Groove

Die kultige Hamburger Elbphilharmonie ist für ihre irre Akustik ebenso bekannt wie für ihr Programm, das traditionelle klassische Musik mit der Musik von Rockbands, Festivals und Jazz - wie z. B. die skandinavische Pianoband Rymden - miteinander verwebt. Anlässlich des Konzertes dieser Band trafen wir das Jazztrio in der „Elphi“, wo wir tief in die Geschichte der Konzerthalle eintauchten und - neben anderen Fragen - überlegten, ob Jazz die klassische Musik des 21. Jahrhunderts ist.

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Der Schweizer Tausendsassa

Dieter Meier ist jemand, den man ohne Übertreibung als musikalische Legende bezeichnen kann. Mit der Band Yello wurde der Schweizer gemeinsam mit seinem Kollegen Boris Blank in den 80ern weltbekannt. Der Sound ihrer Hits wie „Oh Yeah“ und „The Race“? Neu und experimentell, elektronisch, ein wenig gaga und dank Dieters tiefer Stimme unter die Haut gehend. Bis heute treten Yello auf. Die Musik ist dabei längst nicht Dieters einziger Ausdruck: Der Nobelmann und vermutlich best angezogene Rebell Zürichs, der sich seine Zeit eine Weile sogar als Berufspokerspieler verdingte, begann ab den späten 60ern, als Performance- und Konzeptkünstler zu arbeiten. 1972 nahm er an der Documenta 5 in Kassel teil. Auch als kreativer Unternehmer und Investor hat Dieter seine Finger überall mit im Spiel. Seine große Leidenschaft ist aber die Welt der Kulinarik und Natur und insofern seine Farm in Argentinien, wo er unter anderem Wein anbaut, Rinder züchtet und viel Zeit verbringt. Produkte aus seiner zweiten Heimat tischt er in seinen Restaurants auf — natürlich ist der Tausendsassa auch Gastronom. Gerade hat er außerdem eine Schokoladenmanufaktur hochgezogen. Irgendwo zwischen seinen vielen Projekten hat sich Dieter einen Moment Zeit genommen, COMPANION’s Questionnaire zu beantworten.

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Schaffung eines Kultlabels

Alles begann mit einem bescheidenen Musiklabel und ein paar Jeans. Seit seinen Anfängen im Jahr 2002, hat sich der „Purveyor of cool” zu einer kultigen Modemarke und einem Kult-Music-Label mit Coffee-Shops in Paris und Tokio gemausert. Wie war eine solche Entwicklung möglich? Mitbegründer Gildas Loaëc ließ COMPANION wissen, wie er eklektische und klassische Elemente ausfindig macht, um in diesen schnelllebigen Branchen die nötige Frische zu bewahren.

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Generating a Genre

Natascha Augustin, Senior Creative Director bei Warner Chappell, ist jene Branchenführerin mit kühlem Kopf, die Deutschlands heißeste Hip-Hop- und Rap-Acts an die Spitze der internationalen Aufmerksamkeit katapultiert – auch wenn ihre Demut sie davon abhält, überhaupt Anerkennung dafür einzufordern. Als eine Pionierin des Deutschrap seit seiner Geburtsstunde hat sie durch ihr Talent, den ständig wechselhaften Geschmack in der Popmusik zu navigieren, nicht nur Warner Chappell sondern der gesamten Industrie zu einem festen Stand verholfen. Natascha hat sich einen Moment Zeit von ihrem Nonstop-Kalender genommen, um COMPANION zu erzählen, wie sie neue Talente entdeckt, was ihr an der neuen Welle deutscher Rapperinnen gefällt und wie ihr Ausblick auf die Zukunft des Genres ist

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Balladen eines Bad Boys

Es ist schwer zu glauben, dass Julian Polin – besser bekannt als Faber – erst 26 Jahre alt ist. So knirschend wie die Stimme und die Lyrics des schweizerischen Singer-Songwriters sind, müsste man eigentlich annehmen, dass er mindestens zwei Dekaden mehr hinter sich hat. Sein Debütalbum „Sei ein Faber im Wind“ aus 207, gesungen auf Deutsch, lässt wirklich kein Thema aus. Die Tracks paaren schlüpfrige Wortspiele mit treibenden Melodien, erinnern an das heisere Knurren eines Jacques Brel oder das Murmeln der Volksmusik vom Balkan – ein neues Genre melancholischer Dance Music, das die weltmüden Herzen seiner Generation fest im Griff hat. Vor der Veröffentlichung seines zweiten Albums gegen Ende des Jahres hat sich Faber aus dem Studio herausbemüht, um mit COMPANION über die verschwommenen Grenzen zwischen Fakt und Fiktion, die Langeweile in der Stadt Zürich und warum er sich nicht mit Kanye verstehen würde zu sprechen.

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The International Heartbeat of Frankfurt

Dasitu Kajela-Röttger und ihr Mann Michael Röttger sind privat als auch beruflich ein echtes Dre-amteam. Kennen- und lieben gelernt haben sie sich 1985 auf einem afrikanischen Festival in ihrer Wahlheimat Frankfurt am Main. Dasitu organisierte damals einen Abend der äthiopischen Oromo-Kultur. Michael war gerade von einer langen Afrikareise zurückgekehrt und begeistert von der Mu-sik — und überzeugte Dasitu, auch beruflich seine Komplizin zu werden. Letzteres dauerte etwas länger: „So richtig für die westafrikanische Musikkultur begeistern konnte ich sie erst im Laufe der Zeit“, sagt Michael und lacht.


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