Bye, Bye, Jetlag!

Fünf Tipps für entspanntes Reisen.

Er ist der blinde Passagier, der immer dabei ist: der Jetlag. Wie man quer durch die Zeitzonen reist und am Zielort trotzdem fit ankommt? Fünf internationale Reiseblogger und Profi-Traveler haben ihre besten Tipps verraten.

Alexandra Jimenez
Wie man seinen Koffer praktisch und stilsicher packt – dieser Blog weiß es. Vor ihrer Selbstständigkeit sammelte die Macherin Alexandra Jimenez Erfahrungen in der Modebranche. Nun profitiert sie von ihrer langjährigen Erfahrung als Jetsetterin und hat das perfekte Outfit für einen Langstreckenflug parat: ein Paar Stretch-Jeans und Ankle Boots, die sich leicht abstreifen lassen, sind ihr Schlüssel für Gemütlichkeit an Bord. Für mehr Tipps lohnt sich der Blick in die vielen Packlisten der Bloggerin aus LA. Alex’ Empfehlung fürs Handgepäck: Da die trockene Flugzeugluft Haut, Hände und Lippen austrocknet, nimmt sie Feuchtigkeitspflege mit an Bord. Ihr Profitipp: Make-up-Tücher erfrischen das Gesicht bei der Ankunft am Zielort.
travelfashiongirl.com

Debbie Pappyn & David De Vleeschauwer
Im Sommer 2016 waren die beiden auf einem Eisbrecher unterwegs – damit ist klar, dass Debbie Pappyn und David De Vleeschauwer nicht unbedingt Durchschnittstouristen sind. Um den Überblick über ihre vielen exotischen Destinationen zu behalten, hat das belgische Fotografen- und Autoren-Duo den Blog classetouriste.be gegründet, auf dem sie ihre Erlebnisse in beeindruckenden Bildern und lesenswerten Notizen festhalten. Um unterwegs energiegeladen zu bleiben, setzen die beiden ganz auf die Kraft des Powernappings. Einmal am neuen Ziel-ort angekommen, empfehlen die Belgier außerdem, sich nicht im Hotelzimmer zu verkriechen, sondern auszugehen, sich einen Drink zu gönnen und die Stimmung am Ankunftsort direkt aufzusaugen.
classetouriste.be

Katja Hentschel
Die Ess- und Trinkgewohnheiten schon an die zukünftige Zeitzone anzupassen – also etwa ein Glas Wein zu trinken, auch wenn es für den Körper am Abflugs-ort noch Morgen ist –, ist Katja Hentschels Trick, die innere Uhr zu überlisten. Um Jetlag zu verhindern, versucht die Wahlberlinerin außerdem immer mindestens vier Stunden Schlaf pro Flug zu bekommen, damit sie auch direkt nach der Ankunft durchstarten kann. Diese und viele andere Tipps dokumentiert Katja seit 2009 auf dem nonchalanten Blog travelettes.com, der inzwischen von einer ganzen Armada leidenschaftlicher Frauen mit Abenteuersinn bespielt wird – ein authentischer und unterhaltsamer Guide für Globetrotterinnen.
travelettes.ne

Gabriella Zanzanaini & Nicolas Petit
Als Paar sind die Macher des kulinarischen Blogs funnelogychannel.com, Gabriella Zanzanaini und Nicolas Petit, schon um die ganze Welt gereist. Inzwischen ist auch Sohn Max mit an Bord. Ein Baby dabeizuhaben, hat das Unterwegssein verändert, besonders die Langstreckenreisen. Ihr Schlüssel fürs entspannte Reisen heißt daher, Nachtflüge zu buchen, sodass alle zur Ruhe kommen können. Darüber hinaus ist leichtes Essen ihr ganz persönliches Rezept. Und wenn er dann doch mal zuschlägt, der Jetlag, kennt die kleine Familie eine Geheimwaffe: heiße Zitrone mit Honig und Ingwer. Mehr Rezepte und Fotos ihrer kulinarischen Erlebnisse gibt es auf ihrem Blog.
funnelogyhcannel.com

Matt Kepnes
Er weiß nicht nur, wie man preisbewusst reist – Matt Kepnes hat ein Buch zum Thema verfasst, das es auf die New York Times-Bestsellerliste geschafft hat. Sein Blog zum Thema Budget Traveling gehört zu den erfolgreichsten seiner Art. Matts Empfehlungen, um Jetlag zu vermeiden, sind daher natürlich kostenlos: Schon vor dem Abflug stellt der Amerikaner die innere Uhr um, indem er seinen Schlafrhythmus an die Zeit des Zielorts anpasst. Falls der Jetlag dann doch mal zuschlägt, empfiehlt er, die Müdigkeit mit dem Trinken von viel Wasser zu bekämpfen. Das Nickerchen am Ankunftsort verkneift er sich und nimmt stattdessen eine Dusche. Damit schafft er es, so lange wach zu bleiben, bis es im neuen Zuhause Zeit zum Zubettgehen ist.
nomadicmatt.com

Weitere Artikel

Mehr Infos

Wann, wenn nicht jetzt?

Seit 19 Jahren betreiben die Berliner Elektropunks von Egotronic musikalischen Hedonismus, der zunehmend auch als politischer Aufschrei verstanden werden kann. Ihr neues Album “Ihr seid doch auch nicht besser” ist ein Höhepunkt dieser Entwicklung. Über die wegbrechende politische Mitte und die Notwendigkeit, neue Bündnisse einzugehen.

Mehr Infos

Hamburg’s Got Groove

Die kultige Hamburger Elbphilharmonie ist für ihre irre Akustik ebenso bekannt wie für ihr Programm, das traditionelle klassische Musik mit der Musik von Rockbands, Festivals und Jazz - wie z. B. die skandinavische Pianoband Rymden - miteinander verwebt. Anlässlich des Konzertes dieser Band trafen wir das Jazztrio in der „Elphi“, wo wir tief in die Geschichte der Konzerthalle eintauchten und - neben anderen Fragen - überlegten, ob Jazz die klassische Musik des 21. Jahrhunderts ist.

Mehr Infos

Der Schweizer Tausendsassa

Dieter Meier ist jemand, den man ohne Übertreibung als musikalische Legende bezeichnen kann. Mit der Band Yello wurde der Schweizer gemeinsam mit seinem Kollegen Boris Blank in den 80ern weltbekannt. Der Sound ihrer Hits wie „Oh Yeah“ und „The Race“? Neu und experimentell, elektronisch, ein wenig gaga und dank Dieters tiefer Stimme unter die Haut gehend. Bis heute treten Yello auf. Die Musik ist dabei längst nicht Dieters einziger Ausdruck: Der Nobelmann und vermutlich best angezogene Rebell Zürichs, der sich seine Zeit eine Weile sogar als Berufspokerspieler verdingte, begann ab den späten 60ern, als Performance- und Konzeptkünstler zu arbeiten. 1972 nahm er an der Documenta 5 in Kassel teil. Auch als kreativer Unternehmer und Investor hat Dieter seine Finger überall mit im Spiel. Seine große Leidenschaft ist aber die Welt der Kulinarik und Natur und insofern seine Farm in Argentinien, wo er unter anderem Wein anbaut, Rinder züchtet und viel Zeit verbringt. Produkte aus seiner zweiten Heimat tischt er in seinen Restaurants auf — natürlich ist der Tausendsassa auch Gastronom. Gerade hat er außerdem eine Schokoladenmanufaktur hochgezogen. Irgendwo zwischen seinen vielen Projekten hat sich Dieter einen Moment Zeit genommen, COMPANION’s Questionnaire zu beantworten.

Mehr Infos

Schaffung eines Kultlabels

Alles begann mit einem bescheidenen Musiklabel und ein paar Jeans. Seit seinen Anfängen im Jahr 2002, hat sich der „Purveyor of cool” zu einer kultigen Modemarke und einem Kult-Music-Label mit Coffee-Shops in Paris und Tokio gemausert. Wie war eine solche Entwicklung möglich? Mitbegründer Gildas Loaëc ließ COMPANION wissen, wie er eklektische und klassische Elemente ausfindig macht, um in diesen schnelllebigen Branchen die nötige Frische zu bewahren.

Mehr Infos

Generating a Genre

Natascha Augustin, Senior Creative Director bei Warner Chappell, ist jene Branchenführerin mit kühlem Kopf, die Deutschlands heißeste Hip-Hop- und Rap-Acts an die Spitze der internationalen Aufmerksamkeit katapultiert – auch wenn ihre Demut sie davon abhält, überhaupt Anerkennung dafür einzufordern. Als eine Pionierin des Deutschrap seit seiner Geburtsstunde hat sie durch ihr Talent, den ständig wechselhaften Geschmack in der Popmusik zu navigieren, nicht nur Warner Chappell sondern der gesamten Industrie zu einem festen Stand verholfen. Natascha hat sich einen Moment Zeit von ihrem Nonstop-Kalender genommen, um COMPANION zu erzählen, wie sie neue Talente entdeckt, was ihr an der neuen Welle deutscher Rapperinnen gefällt und wie ihr Ausblick auf die Zukunft des Genres ist

Mehr Infos

Balladen eines Bad Boys

Es ist schwer zu glauben, dass Julian Polin – besser bekannt als Faber – erst 26 Jahre alt ist. So knirschend wie die Stimme und die Lyrics des schweizerischen Singer-Songwriters sind, müsste man eigentlich annehmen, dass er mindestens zwei Dekaden mehr hinter sich hat. Sein Debütalbum „Sei ein Faber im Wind“ aus 207, gesungen auf Deutsch, lässt wirklich kein Thema aus. Die Tracks paaren schlüpfrige Wortspiele mit treibenden Melodien, erinnern an das heisere Knurren eines Jacques Brel oder das Murmeln der Volksmusik vom Balkan – ein neues Genre melancholischer Dance Music, das die weltmüden Herzen seiner Generation fest im Griff hat. Vor der Veröffentlichung seines zweiten Albums gegen Ende des Jahres hat sich Faber aus dem Studio herausbemüht, um mit COMPANION über die verschwommenen Grenzen zwischen Fakt und Fiktion, die Langeweile in der Stadt Zürich und warum er sich nicht mit Kanye verstehen würde zu sprechen.


back to
top
now we are talking.

Besondere Einblicke in die Welt von 25hours und lokale News – hier anmelden!