Pride Walk und CSD - die besten Orte in Europa

Reiseempfehlungen für den Sommer von Stephan Lücke.

Gays reisen bekanntlich gerne und viel. Doch es muss nicht immer Gran Canaria, Sitges und Co. sein. Wir stellen fünf europäische Destinations vor, die in diesem Sommer unbedingt eine Reise wert sind.

Amsterdam: Schauplatz des Europride 2016
Wohl kaum eine Stadt in Europa ist offenherziger, liberaler und freizügiger als die niederländische Kapitale. Doch nicht nur die abwechslungsreiche Gayszene, Coffeeshops und malerischen Grachten machen Amsterdam in diesem Jahr zum Hotspot für Schwule und Lesben: Die Stadt ist vom 23. Juli bis 7. August Schauplatz des Europride 2016. Diese besondere Form des CSD findet seit 25 Jahren in wechselnden europäischen Großstädten statt. Die Paraden, Partys und Veranstaltungen sind breit angelegt, um internationale Beachtung zu erhalten.

Irland: Volksentscheid macht sexy
Es war ein unvergesslicher Freudentaumel: Mitte 2015 entschieden die Iren per Volksentschied, das Eherecht für gleichgeschlechtliche Paare einzuführen. Seitdem hat sich auf der grünen Insel vieles zum Positiven verändert. Das katholisch geprägte, einst konservative Land öffnet sich, die Menschen werden toleranter, die Gayszene erstarkt. „Turks Head, Bottom Factory, 4 Dame Lane, Soder+Ko - fast überall in Dublin entstehen derzeit neue Partys und Clubs für Schwule und Lesben“, berichtet ein 23-jähriger Student aus der Hauptstadt. „Queersein liegt derzeit voll im Trend - das zeigt sich auch an den riesigen Menschenmassen, die am Dubliner CSD teilnehmen.“

Åland: Willkommen im „Land der 1000 Inseln“
Åland ist für die meisten schwulen Reisenden ein weißer Fleck auf der Landkarte, und doch lohnt es sich, die autonome finnische Provinz zu besuchen. Der schwedischsprachige Archipel erstreckt sich auf mehreren Tausend Inseln und Schären, auf halbem Weg zwischen Schweden und Finnland gelegen. Auf Åland findet der wohl kleinste und ungewöhnlichste CSD der Welt statt: Jedes Jahr im Juli zelebrieren die rund 20.000 Insulaner ihre Pride-Woche mit zahlreichen Partys, Demonstrationen und kulturellen Events.

Berlin: Größte Gayszene der Welt
„Es gibt wohl keine Stadt weltweit, die eine größere und abwechslungsreichere schwule Szene zu bieten hat als Berlin“, ist der Historiker Robert Beachy überzeugt. Forschungsschwerpunkt des US-Amerikaners ist die Geschichte der Homosexualität in Deutschland. In seinem Buch „Das andere Berlin“ kommt er zu der überraschenden Erkenntnis, dass Schwulsein eine „deutsche Erfindung“ und Berlin schon zur Kaiserzeit ein schwules Eldorado gewesen sei. Dieser Trend ist - gottlob - bis heute ungebrochen.

Oslo: Traumhaft schön gelegen
Oslo läuft anderen nordischen Hauptstädten in Sachen Design, Architektur und Gayszene immer mehr den Rang ab. Die traumhaft schöne Lage am Meer, umgeben von einem riesigen Nationalpark, erklärt zudem die extrem relaxte Atmosphäre der norwegischen Metropole. Must-See eines jeden Oslo-Besuchs ist Edvard Munchs Meisterwerk „Der Schrei“. Zu sehen ist es in der Nationalgalerie. Tipp: Sonntags ist der Eintritt frei. Wer sich noch etwas intensiver mit dem Werk des genialen Kult-Expressionisten beschäftigen will, besucht das Munch-Museum im Stadtteil Tøyen. Mit der Tramlinie 12 erreicht man vom Stadtzentrum aus schnell den weltberühmten Vigeland-Park. Der Anblick der mehr als 200 Skulpturen, darunter der massive Obelisk aus sich windenden nackten Körpern, ist überaus beeindruckend.

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Diving into The Forest

Natur, Achtsamkeit, Entschleunigung, Meditation: Shinrin-yoku, das sogenannte Waldbaden, ist in Japan eine anerkannte Therapie - welche im Zuge einer generellen Mindfulnesswelle jetzt als Trend zu uns herüber schwappt. Was steckt dahinter? Wird da wirklich gebadet? Gemeinsam mit unseren Guides, den Partnern Carlos Ponte und Emma Wisser, hat sich COMPANION aufgemacht in das Mangfalltal unweit von München, um sich dem Phänomen anzunähern. Zwischen Bäumen und Stöckern haben wir nicht nur etwas über die heilende Wirkung des Waldes gelernt, sondern auch über uns.

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Die Wissenschaft der Düfte

In einem Labor wurde im Jahr 1973 das subtile, verführerische Aromamolekül Iso E Super hergestellt. Im Jahr 2006 füllte Meister-Parfümeur Geza Schön es in reiner Form ab, um Molecule 01 zu kreieren - einen Duft, der inzwischen auf der ganzen Welt Kultstatus erlangt hat. Viele Düfte später besuchte COMPANION Schön in seinem Apartment und Labor in Berlin, um in die Chemie hinter diesen "Anti-Düften" hineinzuschnuppern und seine Sicht auf die Naturbesessenheit der Wellnessindustrie kennenzulernen (kleiner Tipp: Sie wird überbewertet.)

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Happy Go Vienna

Wiederholt wurde Wien zur lebenswertesten Stadt der Welt erklärt. Pferdekutschen, Sachertorte, Küss die Hand - echt jetzt? Ja, sagt Zara Pfeifer. Vor dreizehn Jahren kam sie von Köln aus zum Studium hierher und ist, mit Unterbrechung, geblieben.

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Petit Paris

Durch und durch kultiviert zeigt sich Paris oft sehr erwachsen. Aber auch die Freuden, die die Stadt für ihre kleinen bonvivants bereithält, sind vielfältig - wenn man weiß, wo man sie findet. Xavi Vega, Geschäftsführer des neuen 25hours Hotel Terminus Nord und Vater der zweijährigen Sofia, hat uns geholfen, die Schätze der Stadt für les petits zu erkunden. Der in Katalonien geborene Frankophile zog im Jahr 2009 nach Paris und kehrte 2016 nach einem kurzen Zwischenstopp in Madrid zurück. Zusammen mit seiner Frau liebt er es, seine Tochter mit der Kultur, der Küche, dem geistigen Anspruch und den einfachen Freuden aufzuziehen, die der Stadt ihren eleganten Flair geben. Hier sind seine Geheimtipps der Pariser art de vivre, die sich mit den Kleinen an einem Wochenende in und um Paris herum entdecken lassen.

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Marseille Mon Amour

Mediterranes Klima und lässiger urbaner Flair an der Côte d'Azur: Marseille ist zweifellos besser als sein Ruf. Lange galt die quirlige internationale Hafenstadt mit ihren 300 Sonnentagen im Jahr und einer besonderen Leidenschaft für Bouillabaisse und Pastis als das Neapel Frankreichs, wo mit der Mafia "French Connection" Bandenkriminalität und Gewalt regierten.

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Vin à la Parisienne

Wein war lange Männersache. Eine Riege junger Französinnen krempelt jetzt die Branche um - mit Bio- und Naturweinen. Die werden weder aufgezuckert noch angesäuert, bekommen weder Tanninpulver noch Schwefel beigesetzt. Sie werden so hergestellt wie noch vor hundert Jahren, es gilt die Devise: Weniger ist mehr. In COMPANION erzählen zwei Verfechterinnen des natürlichen Weins ihre Geschichte.


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