and you. and you. and you.

Jetzt stelle man sich mal vor: Man kommt zur Arbeit und alle sind supernett. Gibt’s eigentlich gar nicht, oder? Ist bei uns aber so. Egal, ob in Hamburg, Frankfurt, Zürich, München, Wien oder Berlin. Ob Azubis und Abteilungsleiter, ein paar Querdenker oder das ganze Team zusammenhocken – immer supernett. Gemeinsam anpacken, sich gemeinsam pushen, gemeinsam eine Lösung oder die verflixte fehlende Buchung finden – supernett. Sommerfeste, Weihnachtsfeiern, Souldays natürlich auch – supernett. Und dass unsere Chefs nicht den Chef raushängen lassen sondern das Vorbild – genau, supernett. Wir nennen das Miteinander. Das kann man nicht von oben ansagen. Das wird bei uns einfach gelebt.

#zusammengehtmehr

Hamburger SV - St. Pauli

Ein Spiel dauert mehr als 90 minuten

Hamburger SV gegen St. Pauli - Das Hamburger Derby. Unterschiedlicher können zwei Fußballvereine in einer Stadt nicht sein. Auch bei der Vorbereitung auf ein Heimspiel haben die Fans der beiden Mannschaften ihre eigenen Rituale, ihre eigenen Treffpunkte und sicherlich auch ihre eigenen Glücksbringer. Die beiden 25hours Hotels Mitarbeiter Anna und Felix erzählen die Sicht auf ihren Verein.

Felix und der FC St. Pauli - Das Millerntor ruft und ein ganzes Viertel folgt.

Freitagabend, die Vorfreude steigt und die WhatsApp-Gruppe glüht, weil besprochen wird, wie wir den morgigen Tag verbringen. Im Prinzip völlig überflüssig, da es bei jedem Supporter, egal von welchem Verein, wahrscheinlich immer der gleiche Ablauf ist, bei uns auf jeden Fall. Wir treffen uns ca. drei Stunden vor Anstoß an der Tabakbörse am Grünen Jäger, das erste Astra wird geöffnet und auf ein erfolgreiches Spiel angestoßen. Es wird über den Gegner diskutiert, können wir es schaffen? Das ist bei Sankt Pauli ja leider nicht immer selbstverständlich… Aber mit den Jahren bin ich durchaus leidensfähig geworden. Circa eine Stunde vor Stadionöffnung wird der Standort vor das Jolly Roger verlagert, die legendäre Fan-Kneipe direkt am Stadion. Dort trifft sich die gesamte Fanszene, vom Kuttenträger über den Ultrà bis hin zum Modefan (mit grade im Fanshop neu gekauften Schal um den Hals). Es wird ein weiteres Kaltgetränk geöffnet und weiter gefachsimpelt.
Noch eineinhalb Stunden bis zum Spielbeginn, die heiligen Pforten des Stadions öffnen sich, der Ordner wird begrüßt und ich lasse mich durchsuchen, nach 11 Jahren mit einer Dauerkarte kennt man sich inzwischen. Der Aufgang der Südkurve – am Ende der Treppe stehen ein paar Ultràs und sammeln Geld für die nächste Choreo. Ein, zwei Euros gehen in den Klingelbecher. Ab in die Kurve, immer zehn Meter links vom Tor am ersten Wellenbrecher. Wir wachsen auf eine Gruppe von circa zwanzig Mann an. Es tönt aus den Lautsprechern die ähnlich einheizende rockige Musik wie vor jedem Spiel.
Noch fünfzehn Minuten bis zum Spiel, die Musik wird abgestellt. Wir beginnen uns einzusingen. Die Aufregung steigt, die Füße werden unruhig, die Hände feucht und die Kehle. Schnell dem Kollegen Bescheid sagen, dass er mir noch ein Bier vorm Anpfiff mitbringen soll. Es wird Konfetti, in kleinen Tüten portioniert, in der gesamten Kurve verteilt. Stark! Endlich wieder eine Chaos-Choreo! :-) Endlich ertönt Hells-Bells von AC/DC, die Spieler betreten den heiligen Rasen und die ganze Kurve dreht durch.
Das Konfetti wird geworfen und jeder schreit die magischen Worte: ST. PAULI, ST. PAULI, ST. PAULI! Gänsehaut pur!

Die Raute im Herzen - Anna und der HSV

Sieht von anderen Tribünen garantiert super aus, ich habe dann allerdings überall Konfetti kleben. Nun geht es los, neunzig Minuten pure Hingabe und Leidenschaft! Hamburg ist Braun-Weiß!

Samstagnachmittag. Spieltag. Heimspiel im Hamburger Volkspark. Gegen Mittag beginnt die heiße Phase. Die Clique wird informiert. Der Treffpunkt und die Zeit werden noch mal besprochen. Eine Notwendigkeit dazu gibt es eigentlich nicht. Es ist immer der gleiche Ort, immer die gleiche Zeit. Immer die gleichen Leute. Man kennt sich.
Mit der S-Bahn geht es Richtung Volkspark; doch es gibt viele Wege zum Stadion. Dort angekommen ist der erste Gang zum Imbiss; Wurst und (Holsten-)Bier. Die Jungs sind auch da. Jeder ist ausgerüstet. Es kann losgehen. Es geht zu Fuß weiter. Die 10 Minuten Fußweg gehören zum Ritual; die Shuttlebusse werden links liegen gelassen. Der Marsch ist gesäumt mit Bierständen, Wurstbuden und Merchandisinghändlern.
Am Stadion angekommen wird die Choreographie der anströmenden Fans vervollständigt. Sternenförmig kommen sie aus allen Richtungen; von den S-Bahnhaltestellen Stellingen und Eidelstedt, den Parkplätzen Grün, Rot, Grau und Braun oder den Shuttlebussen. Alles in einem Fluss, um im Stadion zu einer einzigen Wand aus schwarz, weiß und blau zu werden. Jeder mit der Raute auf der Brust und im Herzen. Doch bevor es auf die Ränge geht, eine weitere Stärkung. Vorm Stadion warten weitere Bierbuden und Wurststände. Die ankommenden Shuttlebusse werden von Musik und den schon wartenden Fans begrüßt.
Alles mischt sich. Jeder wartet auf die Stunde Null: den Anpfiff. Weiter in den Ring direkt an der Arena. Helfer verteilen das Stadionheft. Beim HSV-Volksparkett wird über die Aufstellung diskutiert und der nächste Live-Act steht schon bereit. Dort kann man auch schon den ersten Blick aufs Heiligste werfen: der Rasen.
Ab spätestens 20 min. vor Anpfiff ist jeder an seinem Platz. Die Spannung steigt und die Luft ist gefüllt mit dem unverwechselbaren Geruch des Stadions. Der König kommt! Langsam wird Lotto King Karl vor der Nordkurve nach oben gefahren. „Hamburg meine Perle“ erklingt aus den Lautsprechern und synchron aus mehr als 50.000 Kehlen. Ausverkauft! Jeder kennt den Text. Jeder singt mit. Ein weiterer Moment der Gänsehaut verursacht und in Deutschland und weltweit seines Gleichen sucht.
Es ist Spieltag. Es geht los. Die Mannschaft kommt. „HSV, forever and ever!“ Das Spiel läuft und die Nordkurve feuert die Mannschaft an, reißt die Südkurve, die Haupttribüne und die Gegengerade mit. Pusht Spieler und Zuschauer gleichermaßen nach vorne. 90 Minuten Hingabe. Leidenschaft. Emotionen.
Nur der HSV!


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